SEKTION UNTERNEHMENSVERKEHR  
 

Im Jahr 1990 wurde die Vereinigung Unternehmensverkehr der ÈSFR gegründet, deren tschechischer Teil sich im Jahr 1992 als "Sektion Unternehmensverkehr" in den Arbeitgeber- und Unternehmerverkehrsverband der Tschechischen Republik eingliederte.

Gegenwärtig vereint die Sektion insgesamt 21 Subjekte - Industrie-, Förder-, Handels- und andere Unternehmen der Tschechischen Republik, die aufgrund der hohen Transportansprüche ihrer Produktions-, Technologie- und Absatzprozesse auch die Transportarbeiten und damit zusammenhängende Tätigkeiten in beträchtlichem Umfang mit eigenen Mitteln betreiben. Zu den Mitgliedern der Sektion gehören auch wichtige Industrieunternehmen. Die Mitgliedsorganisationen der Sektion beschäftigen fast sechstausend Mitarbeiter, sie betreiben Lokomotiven, Tausende von Eisenbahnwagen, bezüglich der Kapazität wichtige Eisenbahnstrecken (Industriebahnen), einen verhältnismäßig umfangreichen Fuhrpark an Werksverkehr und Eigenversandgeschäft.

Die Sektion vereinigt Organisationen, die mit ihren Produktions- und Absatzprozessen eine entscheidende Quelle von Transportaufträgen für den öffentlichen Verkehr, vor allem den Eisenbahnverkehr, darstellen und damit auch über entscheidende Be- und Entladeorte und die dazu unerlässliche Handhabungstechnik für Eisenbahnwagen verfügen. Gleichzeitig handelt es sich jedoch um Organisationen, die durch ihre eigene Verkehrstätigkeit bis zum Kern technologischer Prozesse vordringen, wobei dem auf diese Weise betriebenen Verkehr in erster Linie die Aufgabe zukommt, die Belastung, die der Transport für den Produktionspreis darstellt, zu minimieren und so zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit dieser Organisationen beizutragen.

Auf der Grundlage der unmittelbaren Verbundenheit mit den Verkehrsträgern zeigen die Sektionsmitglieder ein natürliches Interesse daran, dass das Verkehrssystem des Staates durch sein Funktionieren Bedingungen zur Unterstützung und Entwicklung des Unternehmertums schafft. Sie bemühen sich deshalb um eine aktive Teilnahme an der Vorbereitung von Gesetzen und Durchführungsverordnungen, regelnden Legislativ- und Preisbedingungen der einzelnen Verkehrsbereiche, und an der Vorbereitung der grundlegenden Dokumente zur Verkehrspolitik der Tschechischen Republik. Sei gehen dabei von der gegenseitigen Bedingtheit der Beziehungen zwischen Beförderern und Verkehrsträgern, von der Bindung zwischen Verkehrs- und Industriepolitik aus, in der man nicht zulassen kann, dass infolge der Absenz oder Unausgewogenheit der Regulationsprinzipien und Regeln Subjekte, die Verkehr betreiben, gegenüber Verkehrsträgern in einer dominanten oder Monopolstellung wären.

Die Sektion Unternehmensverkehr bemüht sich darum, dass für die Verkehrsträger die Möglichkeit einer Auswahl zwischen den einzelnen Verkehrsarten gewährleistet wird, und um die Möglichkeit einer Variantenwahl des Beförderers, insbesondere in den Fällen, in denen der Verkehrsträger im Hinblick auf den Charakter und die Menge der transportierten Substrate keinen anderen als den Eisenbahnverkehr wählen kann. Die Sektion unterstützt eine schrittweise Harmonisierung der einzelnen Verkehrsarten und die Schaffung wirklich gleicher und ausgewogener Bedingungen für das Unternehmertum im Verkehr.

Im Hinblick auf die starke Bindung der Verkehrsträger, die in der Sektion Unternehmensverkehr vereinigt sind, an den Eisenbahnverkehr widmet die Sektion dem Prozess der Transformation der tschechischen Eisenbahnen und mit Rücksicht auf die dominante Stellung des öffentlichen Beförderers auch dem Vorgehen bei der Transformation der Tschechischen Bahnen große Aufmerksamkeit. Aus der Position entscheidender Kunden der Tschechischen Bahnen und wichtiger Eisenbahnspediteure machen die Sektionsmitglieder ihr Interesse daran geltend, dass die Transformationsprozesse zu einer Stärkung der Konkurrenzfähigkeit des Eisenbahnverkehrs und zu einer höheren Qualität ihrer Dienstleistungen führen.

Ebenso aktiv ist die Sektion auch bei der Unterstützung des Unternehmensverkehrs auf der Straße und bei der Beschleunigung der Entwicklung progressiver kombinierter Verkehrssysteme, die Bedingungen für die Übereinstimmung mit der Verkehrspolitik der EU und für die Eingliederung in den gemeinsamen Verkehrsmarkt sind.

Die Sektion unterhält zahlreiche Arbeitskontakte, und zwar sowohl mit den übrigen Sektionen im Rahmen des Verbandes, z.B. mit der Vereinigung der Besitzer und Betreiber privater Eisenbahnwagen, als auch mit ausländischen Partnerorganisationen, zu denen z.B. auch Vereinigung Unternehmensverkehr der Slowakischen Republik (Združenie podnikových dopráv Slovenské republiky) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen in der BRD gehören.

In Einklang mit der entscheidenden Ausrichtung der Sektion Unternehmensverkehr sind innerhalb der Sektion Fachgruppen für Verkehrspolitik, für Tarife und Preise, für Verkehrslegislative, für Technik und Wartung und für Straßenverkehr zuständig.